Der Januar hat in Berlin einen schlechten Ruf. Grau, kalt, alle müde vom Jahreswechsel. Zu Unrecht! Denn während draußen noch Winterpause herrscht, läuft die Stadt kulturell, sportlich und kreativ schon wieder auf Hochtouren. Wer jetzt denkt „Ach, Januar ist eh ruhig“, verpasst einiges. Hier kommt unser Überblick über die spannendsten Events im Januar – von NBA-Action über Tanz und Film bis zu Messen, auf denen man garantiert mehr als nur Flyer mitnimmt.
Los geht’s direkt am 1. Januar mit dem Neujahrslauf am Brandenburger Tor. Ob ehrgeiziger Vorsatz oder einfach nur ein Spaziergang mit Laufschuhen – besser kann man das Jahr kaum beginnen. Ein echtes Ausnahme-Highlight folgt am 15. Januar: Die NBA kommt nach Berlin. Mit dem Spiel Orlando Magic vs. Memphis Grizzlies wird die Uber Arena kurzzeitig zur Basketball-Hochburg. Auch für Nicht-Hardcore-Fans ein Erlebnis. Ende des Monats wird’s laut und schnell im Velodrom: SixDay Berlin verbindet Radrennsport mit Party, Beats und Stadion-Atmosphäre. Sport zum Mitfiebern – ganz ohne Fachwissen. Hier ist eine Übersicht:
Der Januar ist Hochsaison für Festivals. Allen voran die Tanztage Berlin (8.–24. Januar), die zeitgenössischen Tanz an verschiedene Orte der Stadt bringen. Experimentell, überraschend und definitiv nichts für Langeweile. Musikalisch wird es beim Ultraschall Festival (14.–18. Januar), das sich ganz der neuen und experimentellen Musik widmet. Wer offen zuhört, wird belohnt. Ab dem 23. Januar übernimmt das CTM Festival die Stadt: elektronische Musik, Kunst, Diskurs und lange Nächte. Berlin macht mal wieder Berlin-Dinge – genau so, wie man es liebt. Filmfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Das British Shorts Film Festival zeigt ab dem 22. Januar über 150 Kurzfilme und beweist, dass gutes Kino nicht immer abendfüllend sein muss. Und am 17. Januar sorgt die Verleihung der European Film Awards für ein bisschen Glamour mitten im Winter. Hier ist die Listemit unterschiedlichen Emojis für jedes Event:
Ein Januar-Klassiker ist die Internationale Grüne Woche (16.–25. Januar). Zwischen Streetfood, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und internationalen Spezialitäten verliert man hier leicht einen halben Tag – und geht selten hungrig nach Hause. Nischiger, aber nicht weniger spannend: die Europäische Kamerabörse am 17. Januar. Ein Treffpunkt für Fotografie-Fans, Sammler:innen und alle, die gern stöbern. Am 24. und 25. Januar zeigt das Love Circus Bash Wedding Festival, dass Hochzeiten auch modern, kreativ und alles andere als kitschig sein können. Inspiration garantiert – auch ohne konkreten Heiratsplan. Den Monatsabschluss macht die World Money Fair (29.–31. Januar). Klingt erstmal trocken, ist aber überraschend international, geschichtsträchtig und ziemlich faszinierend.
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Wer den Januar bewusst etwas entschleunigt angehen möchte, findet im Christmas Garden Berlin den perfekten Rückzugsort. Noch bis zum 12. Januar verwandelt sich der Botanische Garten Berlin in eine atmosphärische Winterlandschaft aus kunstvollen Lichtinstallationen, Projektionen und Klangwelten. Auf einem festgelegten Rundweg spaziert man durch illuminierte Gärten, vorbei an leuchtenden Bäumen, sanften Farbspielen und ruhigen Lichtkompositionen. Der Christmas Garden ist ideal für alle, die dem Trubel der Stadt kurz entfliehen möchten – ob allein, zu zweit oder mit Familie. Der Spaziergang dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten, findet abends nach Einbruch der Dunkelheit statt und ist auch bei kaltem Winterwetter ein besonderes Erlebnis. Warme Kleidung wird empfohlen, da der Rundgang vollständig im Freien stattfindet.
🎟️ Tickets sind vorab online erhältlich und zeitlich gestaffelt, um ein entspanntes Besuchserlebnis zu ermöglichen.
📍 Ort: Botanischer Garten Berlin, Lichterfelde
👥 Geeignet für: Paare, Familien, Ruhesuchende, Fotofans
Berlin macht auch im Januar keine Pause. Der Monat ist ideal, um Neues zu entdecken, Events ohne Sommerstress mitzunehmen und sich daran zu erinnern, warum diese Stadt selbst im Winter so besonders ist. Also: Kalender raus, Termine markieren und dem Januar eine echte Chance geben.
Für große Highlights wie das NBA-Game, Festivals oder Messen empfiehlt sich ein Ticketkauf im Voraus. Kleinere Veranstaltungen, Ausstellungen oder Rahmenprogramme bieten oft auch spontane Besuchsmöglichkeiten.
Medienkompetenz‑Workshop (kostenlos) – lerne, wie du Fake News & Täuschungen im Netz erkennst
📅 5., 6., 7., 8. Januar, jeweils 16:00–18:00
📍 freenet SmartLab, Friedrichstr. 186, 10117 Berlin
💡 Perfekt für alle, die Internet & Social Media kritischer verstehen wollen — kostenlos und offen für alle.
(Termine hier sind aus 2025, aber ähnliche Formate werden regelmäßig im Januar 2026 angeboten — viele Lokale bieten laufende kostenfreie Comedy‑Abende an, z. B. im Kreuzberger Kultur‑ und Comedy‑Umfeld.)
Free English Comedy Shows – lockere Stand‑Up‑Abende mit lokalen Comedians (immer mittwochs, oft ohne Eintritt)
🗺️ Tipp: Schau im Januar bei Kvartira 62 oder Z‑Bar Berlin vorbei — es gibt dort regelmäßig kostenlose Comedy‑Nights, „Open Mic“ oder Spezial‑Comedy‑Abende ohne Eintritt.
International Bi+ Meet Up – offenes Treffen für Bi+ Community, auch auf Englisch
📅 7. Januar 2026, 19:30–23:00
📍 Curly Bar, Adolfstraße 17, 13347 Berlin
💡 Kostenloser Treffpunkt, perfekt für neue Leute & Austausch.
Tägliche kostenlose Kultur‑Optionen, die sich besonders im Winter lohnen:
Gratis Galerien & Ausstellungseröffnungen – Berlin hat hunderte kleine Galerien, deren Vernissagen und Openings häufig ohne Eintritt sind. Tipp: Newsletter von Berlin Art Link oder ArtRabbit abonnieren, um sie zu entdecken (meist englischsprachig).
Museen mit freien Tagen oder Aktionen – einzelne Museen und Kulturorte öffnen öfter mal ohne Eintritt oder mit Spendenbasis‑Zugang. Schau gezielt im „Berlin gratis“‑Kalender auf berlin.de nach aktuellen Angeboten.
Public Boule‑Spiel & Nachbarschaftstreff – gemeinsames Boule‑Spielen in Lichtenberg ist offen & kostenlos (Boule‑Kugeln zum Ausleihen vor Ort).
📅 z. B. 26. Januar 2026, 14:00–15:30
📍 Orangerie Schulze‑Boysen‑Str. 38, 10365 Berlin
💡 Perfekt für einen chilligen Nachmittag – völlig kostenlos
Viele Festivals, Messen und Filmveranstaltungen sind international und teilweise englischsprachig. Berlin-typisch also – auch ohne perfekte Deutschkenntnisse gut machbar.